Deye und Pylontech: Was bei der Installation des Systems niemand überprüft (und dann tauchen die Warnmeldungen auf)

Es gibt Anlagen, die funktionieren.
Und es gibt Anlagen, die gut konfiguriert sind.

Das ist nicht dasselbe.

Wenn ein System miteinem Deye-Hybrid-Wechselrichter und Pylontech-Batterien installiert wird, läuft in der Regel alles auf Anhieb reibungslos: Der Wechselrichter schaltet sich ein, die Batterie wird auf dem Display angezeigt und das System beginnt mit dem Laden und Entladen.

Dass das System funktioniert, bedeutet jedoch nicht, dass es richtig konfiguriert ist.

In vielen Anlagen treten die Probleme erst Wochen oder Monate später auf: zeitweise auftretende Warnmeldungen am Wechselrichter, ein instabiler Ladezustand (SOC), Batterien, die schneller als erwartet an Leistung verlieren, oder ungewöhnliches Verhalten im Notstrommodus der Solaranlage.

In den meisten dieser Fälle liegt kein Gerätefehler vor, sondern es handelt sich um Konfigurationsparameter in Deye- und Pylontech-Systemen, die bei der Inbetriebnahme nicht überprüft wurden.

Dies sind drei wichtige Aspekte, die viele Installateure bei der Konfiguration von Deye mit Pylontech-Batterien nicht überprüfen und die im Laufe der Zeit zu Störungen führen können.


1. Ein instabiler SOC deutet in der Regel auf Kommunikationsprobleme zwischen Deye und Pylontech hin

Der SOC (State of Charge) ist einer der wichtigsten Indikatoren des Systems.

Wenn die Kommunikation zwischen dem Wechselrichter und dem Batterie-BMS korrekt eingerichtet ist, sollte der Ladezustand (SOC) stabil und konsistent angezeigt werden.

In vielen Anlagen treten jedoch Symptome auf wie:

Plötzliche Schwankungen des SOC (z. B. von 60 % auf 80 %)
Plötzliche Änderungen während des Lade- oder Entladevorgangs
Unstimmigkeiten bei den Werten im Vergleich zum tatsächlichen Energieverbrauch

In den meisten Fällen liegt die Ursache in einer fehlerhaften Konfiguration der Kommunikation zwischen dem Deye-Wechselrichter und der Pylontech-Batterie, in der Regel über CAN oder RS485.

Wenn die BMS-Kommunikation nicht richtig konfiguriert ist, empfängt der Wechselrichter die Batteriedaten nicht korrekt und arbeitet mit eigenen Schätzwerten, was zu fehlerhaften Anzeigen des Ladezustands und zu instabilem Systemverhalten führt.

Deshalb ist es wichtig, Folgendes zu überprüfen:

  • Korrektes Kommunikationsprotokoll zwischen Deye und Pylontech
  • Korrekte Verkabelung
  • Adresse oder Konfiguration des Kommunikationsports
  • Kompatibilität der Firmware zwischen Wechselrichter und Batterien

Eine ordnungsgemäße Überprüfung bei der Inbetriebnahme beugt vielen späteren Problemen bei Solaranlagen mit Speichersystemen vor.


2. Der maximale Batteriestrom wird nicht vom Installateur festgelegt.

Häufig findet man Anlagen, bei denen der Ladestrom oder Entladestrom manuell auf Werte eingestellt wurde, die nicht der tatsächlichen Kapazität des Systems entsprechen.

In Systemen mit Pylontech-Batterien, die an Deye-Wechselrichter angeschlossen sind, sollte der Maximalstrom jedoch vom BMS festgelegt werden.

Das BMS berechnet diesen Wert unter Berücksichtigung folgender Faktoren:

Anzahl der angeschlossenen Module
Temperatur der Zellen
Interner Batteriestatus
Vom Hersteller festgelegte Sicherheitsgrenzwerte

Das Erzwingen höherer Ströme mag zwar den Anschein erwecken, als würde es die Systemleistung verbessern, führt jedoch in Wirklichkeit zu einer höheren Belastung der Zellen und beschleunigt den Verschleiß der Pylontech-Batterien.

Langfristig verkürzt dies die Lebensdauer des Speichersystems.

Bei korrekter Konfiguration kann das BMS von Pylontech die Lade- und Entladegrenzen dynamisch steuern und so für Sicherheit und optimale Leistung sorgen.


3. Eine falsch konfigurierte Sicherung kann den Akku belasten.

Ein weiterer Punkt, der oft übersehen wird, ist die Konfiguration der Batteriereserve für den Notfall.

Wird kein Mindest-SOC-Wert festgelegt, kann das System täglich sehr tief entladen werden, insbesondere bei Anlagen mit hohem Eigenverbrauch oder mit festgelegten Entladezeiten.

Dies führt dazu, dass die Batterie:

wiederholt sehr niedrige Ladezustände erreicht
unter weniger effizienten Bedingungen arbeitet
mehr tiefe Ladezyklen als erwartet aufweist

Langfristig führt dies zu einem höheren Verschleiß des Speichersystems und einer kürzeren Lebensdauer der Pylontech-Batterien.

Durch eine korrekte Einstellung des minimalen SOC lassen sich Eigenverbrauch, Batterieschutz und die Stabilität des Deye-Hybridsystems in Einklang bringen.


Ein System von Deye und Pylontech kann funktionieren … und dennoch nicht optimal eingestellt sein

Eine Anlage kann monatelang scheinbar einwandfrei funktionieren, ohne dass Fehler auf dem Bildschirm angezeigt werden.

Das bedeutet jedoch nicht, dass das System unter optimalen Bedingungen arbeitet.

Bei Hybridsystemen mit Deye-Wechselrichtern und Pylontech-Batterien entscheidet die Erstkonfiguration darüber, ob eine Anlage lediglich funktioniert oder ob sie tatsächlich hinsichtlich Leistung, Sicherheit und Lebensdauer des Speichers optimiert ist.


Technische Unterstützung bei der Inbetriebnahme

Bei DSP Solar arbeiten wir täglich mit Installateuren zusammen, die Deye-Systeme und Pylontech-Batterien in Photovoltaikprojekte integrieren.

Deshalb bieten wir neben der Lieferung der Anlagen auch fachliche Unterstützung bei der Konfiguration, der Überprüfung der Parameter und der Inbetriebnahme von Speichersystemen an.

Unser Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass jede Anlage von Anfang an korrekt konfiguriert ist, um spätere Störungen zu vermeiden und die Energieeffizienz des Systems zu optimieren.

Kleine Details bei der Inbetriebnahme können später viele Probleme bei Solaranlagen mit Batterien vermeiden.